Mehr als Steine – Unsere Kirchen erzählen eine Geschichte
Hier finden Sie Informationen über die Kirchen und Kapellen der Gemeinde Rangendingen.
St.-Gallus-Kirche Rangendingen
Klosterkirche zum Heiligen Kreuz in Rangendingen
Die Klosterkirche zum Heiligen Kreuz wurde zwischen 1750 und 1754 erbaut und gilt als bedeutendes barockes Bauwerk, das dem Architekten Johann Michael Fischer (1691 bis 1766) zugeschrieben wird. Hervorzuheben ist die heute noch fast vollständige Ausstattung aus der Erbauungszeit der Kirche und vor allem die Holzarbeiten, die mit Ausnahme des Hochaltars nicht farbig gefasst sind. Anhand prachtvollster Beispiele erhält der Betrachter dadurch einen seltenen Einblick in die süddeutsche Schnitzkunst des Rokoko.
Geschichtlicher Überblick
- 14. Jh.: Gründung eines Frauenklosters durch Ritter Hans Heinrich von Lindach.
- 1580: Neugründung des Klosters durch Graf Eitel Friedrich III. von Hohenzollern.
- 1750–1754: Bau der Klosterkirche unter finanziellen Herausforderungen.
- 1802: Auflösung des Klosters durch Fürst Hermann Friedrich Otto von Hohenzollern-Hechingen.
- 1807: Gemeinde erwirbt das Gebäude, später Nutzung als Schule und Rathaus.
- 1976–1978: Erste umfassende Renovierung mit Unterstützung eines Fördervereins.
- 2023 - 2025: Renoviert und Modernisiert
Architektur & Ausstattung
Die meisten Holzarbeiten werden dem Sigmaringer Hofbildhauer Franz Magnus Hobs zugeschrieben, der in ähnlicher Art die Seitenaltäre in der Haigerlocher Annenkirche und der dortigen Schlosskirche gestaltete. Die Kirche wurde bis zur Sperrung von katholischer und evangelischer Gemeinde gemeinsam genutzt.
- Besondere Merkmale:
- Hochaltar mit marmorierten und vergoldeten Ornamenten.
- Holzschnitzarbeiten, u. a. an der Nonnenempore und den Seitenaltären.
- Deckenstuckaturen in elegantem Rokoko-Stil, jedoch ohne Fresken.
- Ehemalige Klosterzellen über dem Kirchenschiff, einzigartig in der Region.
Sanierung & Förderverein
Nach 50 Jahren war eine neue umfassende Sanierung notwendig, insbesondere an den Holzbauteilen. 2023 gründete sich der Förderverein Klosterkirche Rangendingen, um die Finanzierung zu unterstützen. Fördermittel kommen u. a. von der Denkmalpflege Baden-Württemberg und der Denkmalstiftung Baden-Württemberg.
Die Broschüre zur Sanierung der Klosterkirche (2023-2025) liegt in der Kirche aus.
Kontakt Vorsitzender:
Herr Walter Heilig
E-Mail schreiben
Mitgliedsantrag (PDF-Dokument, 215,09 KB, 08.01.2026)
Spendenkonto: Volksbank Hohenzollern-Balingen (IBAN auf Anfrage)
Josefskapelle in Rangendingen
Die Josefskapelle steht außerhalb der Ortslage an exponierter Stelle in der leicht ansteigenden Landschaft zwischen Rangendingen und Hirrlingen, eingerahmt von zwei Naturdenkmalen: zwei großen, alten Linden. Der Überlieferung nach 1732 errichtet, ist die schlicht anmutende Kapelle seit jeher ungebrochener Anziehungspunkt für gläubige Bittsteller, wovon auch zahlreiche aktuelle Heiligenbilder zeugen.
St.-Agatha-Kirche in Bietenhausen
Die Pfarrkirche St. Agatha wurde 1788 bis 1791 erbaut und der heiligen Agatha geweiht. Der Turm wurde 1828 fertiggestellt. Die zwei historischen Glocken aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurden 2012 durch zwei weitere Glocken ergänzt. Die Orgel von Johann Keppner stammt aus dem Jahr 1800. Das Sandsteinrelief („Tympanon“) hoch über dem Eingang stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist eines der bedeutendsten Kunstwerke der Gesamtgemeinde Rangendingen.
St.-Ägidius-Kirche in Höfendorf
Die Pfarrkirche St. Ägidius wurde 1778 im barocken Stil durch Christian Großbayer erbaut. Eine Besonderheit sind die auf die Wand gemalten Altäre, da sich die damalige Pfarrgemeinde keine geschnitzten Altäre leisten konnte. Das große Deckengemälde im Kirchenschiff zeigt die 14 Nothelfer, da zu ihnen auch der Kirchenpatron, der heilige Ägidius zählt. Die Kirche wurde zwischen 1990 und 2010 aufwendig renoviert und erhielt dabei unter anderem einen neuen Zelebrationsaltar.
Marienkapelle in Höfendorf
Die Marienkapelle in Höfendorf befindet sich gegenüber dem Friedhof im Ortsteil Höfendorf und ist der Gottesmutter Maria geweiht. Als kleines sakrales Bauwerk gehört die Kapelle zu den religiösen Kleindenkmälern der Gemeinde Rangendingen. Sie lädt Besucherinnen und Besucher zum stillen Gebet, zum Innehalten und zur persönlichen Andacht ein. Besonders im Zusammenhang mit dem angrenzenden Friedhof hat die Kapelle für viele Menschen eine besondere Bedeutung. Die Marienkapelle ist jederzeit frei zugänglich und kann unabhängig von Gottesdiensten besucht werden.












